Sonntag, 19. Mai 2019

Alltagskleidung - Folklore-Bluse

Kennt ihr diese Blusen mit Folklore-Stickereien? Die waren schon in früheren Jahrzehnten mal beliebt. Leider gibt es die hauptsächlich in Weiß und ich trage eben lieber Schwarz im Alltag.
Irgendwann sah ich diesen tollen Stoff und musste ihn haben. Nicht nur das Muster ist toll, er fällt auch schön.

Es lohnt sich wirklich mal wieder Alltags-Sachen zu nähen, im irgendwelchen Shops finde ich eh kaum Sachen die mir gefallen. Außerdem habe ich einen sehr langen Oberkörper und viele Oberteile sind mir tatsächlich zu kurz.

Der Schnitt ging super easy und das Nähen hat mich, wie im Schnitt angegeben, auch wirklich nur 2 Stunden gekostet. Abweichend vom Schnitt habe ich noch kurz unter der Taille zusätzlich ein Gummiband eingezogen, habe ich bei den Folklore-Blusen oft gesehen.
Hier ist meine neue Lieblings-Bluse:

Rückansicht

tolles Stoffmuster

Folklore-Bluse
Projekt: Bluse
Projekt-Art: Alltag
Material: Viskose mit Folklore-Muster
Projektlaufzeit: 11.05.-12.05.2019
Nähzeit: 2 Stunden
Schnitt: New Look 6892  - View C
Es lief nebenbei: Die Morde des Émilie Poiret (Spotify)

Sonntag, 28. April 2019

Still alive - Jane Austen Ball 2019 in Ansbach

Also es gibt mich noch und ich nähe auch noch ab und an. Leider bin ich meist zu bequem, um die Bilder online zu stellen. Es fehle noch die Bilder vom letzten Jahr dem Ball in Franzenbad und meinem neuen Mäntelchen, ich gelobe 2019 fleissiger zu sein, kostümtechnisch und auch was Posts angeht.

Da war er wieder, der Ball in Ansbach. Dieses Jahr hatte er für mich und meine Schwester einen besonderen Zauber. Der Wiederholung-Tanzkurs am Freitag ist langsam schon wie ein Klassentreffen, da meist die gleichen Leute teilnehmen und man sich nach all den Jahren langsam kennt. So entstehen leicherter Gespräche. Die Lust am Tanzen vereint ganz unterschiedliche Menschen. Die Tänze dieser Zeit sind übrigens auch der Grund warum ich angefangen habe Kleider aus dieser Epoche zu nähen. Die Musik, die wundervolle Location und diese glücklich lächelnden Gesichter der Tänzer und Tänzerinnen bei dieser Veranstaltung hinterlassen wunderbare Erinnerungen an diesen Abend.

So, nun zum Kleid, relativ schlicht diesmal, ich habe mich gescheut aus der gelben Seite vollständig ein Ballkleid zu machen, ich hatte Angst wie ein Kanarienvogel auszusehen.

Ich wollte unbedingt unten am Rock noch kleine Dreiecke, das ging eigentlich ganz gut, hat so ca 2 Stunden gedauert. Die Schuhe sind einfache Ballerinas, die wurden von mir dann mit gefaltetem Seidenband und Schleifchen garniert. Der Farbton passt nicht ganz zu den gelben Akzenten, aber es geht.

Den Schnitt View A, von "Regency Wardrobe", habe ich als Unterkleid darunter. Allerdings hatte ich nicht mehr genug weißen Batist. Leider hatte stoffe.de unter gleicher Artikelnummer zwei verschiedene Qualitäten, die rein-weiße gibt es wohl nicht mehr. Sie schickten mir nochmal was zu, aber keine Chance, der Batist ist und gleich gelblich. Das Unterkleid ist jetzt leider zweifarbig :(, das Oberteil weiß und der Rockteil aus dem gelblichen Batist, darum zeige ich mal lieber keine Bilder. Als Unterwäsche ging das gerade so, das hat man nicht gesehen.

So viel habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr geschrieben, aber jetzt kommen die Bilder der Vorlagen und vom Ballkleid, leider nur in Handy Qualität, aber ich denke man sieht alles ganz gut.


Elizabeth Patterson Bonaparte
Theresa von Mecklenburg-Strelitz
Ballkleid aus Batist mit Kontrast aus gelber Seide

mit Richard
Projekt: Regency Ballkleid ca. 1810
Projekt-Art: historisch, ca 1810
Material: Baumwoll-Batist, gelbe Seide
Authentizität: Schnitt und Material authentisch, 100% handgenäht
Projektlaufzeit: 01.04.-21.04.2019
Schnitt: La Mode Bagatelle - Regency Wardrobe  - View C
Es lief nebenbei: GoT und Westworld auf Sky (beim Handnähen kann ich ganz gut auf der Couch sitzen und nähen) und als Hörbucher die Kriminalfälle von Mimi Rutherfurt (Spotify)


Samstag, 11. August 2018

Victorianische Weste für den Gentleman - Erster Versuch

Ich habe wenig Gelegenheit meinen Mann zu benähen, allerdings hat er mir seine Anwestenheit auf einer Veranstaltung meiner Wahl und zwei Walzer zum Geburtstag, Anfang diesen Jahres, geschenkt. Einen Frack selbst zu nähen traue ich mich noch nicht, ich bin keine Herrenschneiderin und habe höhchsten Respekt vor diesem Beruf. Der Frack ist also gekauft. Ich wollte aber zumindest eine Weste zum Frack nähen, moderne Frackwesten und moderne Fliegen kommen nicht in Frage. Ich habe schon mal vor einigen Jahren (zur Hochzeit) eine moderne Weste für meinen Mann genäht. Aber die Frack-Weste wollte ich so authentisch wie möglich nähen. Der Schnitt ist von 1830, geht aber auch gut für 1880. Der Schalkragen ist typisch für diese Zeit.
Glücklich bin ich mit dem Ergebnis aber nicht wirklich. Mit dieser Seide zu nähen war die Hölle, ich habe noch nie so eine fransende Seide verarbeitet (Seidenjaquard mit Moire Effekt). Die Knöpfe sind aus Permutt. Ich habe mich lange nicht an den Zuschnitt gedraut und erstmal allerhand Fachliteratur gelesen. Abweichend vom Schnitt, hab ich die Einlage an den Schalkragen pikiert und bin ganz froh drüber, das sitzt wirklich gut und ging besser als gedacht und so liegt die Einlage sehr gut am Stoff an. Ansonsten habe ich aber eine ganze Menge an Fehlern gemacht:

  1. Der auffallendste Fehler, die Weste ist zu kurz (meiner Meinung nach)
  2. die Einlage ist ein Tick zu steif und ich wollte natürlich auf Bügelvlies verzichten. Das nächste Mal nehme ich dann doch, wie im Schnitt beschrieben, festes Leinen
  3. diese Leistentaschen sehen schrecklich aus, was auch an der labrigen Seide liegt und hier bin ich mit der Schnittanleitung nicht ganz glücklich. Ich habe einige Bücher gelesen, in denen die Leiste vorher schon vernäht und gewendet wird und nicht erst am Ende. Muss ich mal ausprobieren, ich bin wie gesagt keine Profi
  4. Die Weste ist zu breit. Ich habe schon Anpassungen gemacht, extra ein Probeteil ausgeschnitten und dann justiert. Allerdings ist mein Mann schmaler als gedacht, obwohl ich mich an die Maße im Schnitt gehalten habe. Aber ohne Anpassungen geht es nie.
  5. Ich weiß nicht ob Moire Jaquard so authentisch ist. Immerhin hab es zu damaliger Zeit echte Moire Seide. 
  6. Für die Knopflöcher hab ich kein gutes Garn verwendet. Ich hätte Knopflochseide nähen sollen. Gibt es nur schon lange nicht mehr im Karstadt. Also doch online bestellen oder ins Fachgeschäft, egal wie weiter der Weg ist. Da war ich wohl wieder zu ungeduldig.
  7. Die beiden oberen Knöpfe muss ich noch versetzen, der Stoff wirft Falten. Das zu korrigieren ist aber eine Kleinigkeit.
Weste mit Frack

Frack-Weste

Frack-Weste

Frack-Weste

Frack Weste

Frack-Weste

Frack-Weste Rücken
Projekt: victorianische Herrenweste
Projekt-Art: historisch, ca 1830-1880
Material: Baumwoll-Einlage, Seidenjaquard mit Moire Muster, Baumwolle, Perlmuttknöpfe, Schließe aus Metall
Authentizität: Schnitt und Material authentisch, 95% genäht mit der Hand
Projektlaufzeit: 04.07.-11.08.2018
Schnitt: Black Snail Patterns
Es lief nebenbei: diverse Netflix Serien wie z.B. Der Wald (sehr spannend)

Montag, 9. April 2018

Jane Austen Ball Ansbach - Promenieren im Park

Ich mache es kurz. Vor dem Jane Austen Ball in Ansbach wurde es bei mir doch noch sehr stressig. Immerhin wollte ich eine neue Schute, ein neues Tageskleid und einen neuen Spencer. Die neue Schute kennt ihr ja bereits. Details zu den einzelnen Kleidungsstücken beschreibe ich in späteren Posts, nur so viel, die Seide vom Spencer hat mich schier wahnsinnig gemacht. Der Annanas Beutel ist von einer ganz lieben Kollegin gemacht, ihr widme ich auch noch einen Post, also ihr da draußen, falls ihr überhaupt meinen Blog lest, ich werde hoffentlich wieder mehr nähen und damit posten. Vom Ball wird es von mir keine Bilder geben. Das Kleid ist noch vom letzten Jahr und privat fotografieren war nicht erlaubt.

Jetzt aber zum Promenieren im Park. Das Wetter war phantastisch, warme 24 Grad, und das nach einem sehr langen Winter. Hier sind die Bilder:

Vor der Orangerie Ansbach
Park Orangerie Ansbach
Ansbach
Outtakes Ansbach :)

Sonntag, 18. März 2018

Back again - Regency Bonnet

Das letzte Jahr habe ich zugegebenermaßen nicht so viel genäht und und von dem was ich so gemacht habe, kaum etwas online gezeigt. Letztes Jahr war turbulent und irgendwie hab ich mich noch nicht ganz davon erholt, aber es wird besser. Jedenfalls bin ich zurück und sehr motiviert, zumindest zum Nähen. Der Jane-Austen-Ball in Ansbach ist bald (3 Wochen noch) und Veranstaltungen sind immer ein Power up für die Nähmotivation, immerhin will man nicht immer die gleiche Kleidung ausführen.

Ich habe mich lange nicht an Stroh als Hutmaterial rangetraut. Das Bündel mit Strohband lag lange in der Schublade. Nun habe ich mich getraut und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Perfekt ist es nicht, aber für meinen ersten Strohhut eigentlich in Ordnung. Wird sicherlich nicht mein letzter Stohhut.

Die Schnitt-Teile hab ich auf den Buckram übertragen und ausgeschnitten. Das Stroh habe ich in warmes Wasser gelegt und überlappend mit der Maschine auf den Buckram aufgenäht. Nachdem alle Teile getrocken waren musste ich sie nur noch zusammennähen und alles verzieren. Die Blumen hatte ich damals aus der Kunstblumen-Manufaktur in Sebnitz. Das Band ist ein antikes Band aus samtigen Material. Der Rest sind Seidenbänder die ich aus Seidenstoff zugeschnitten habe. Seht selbst!






Projekt: Regency Hat
Projekt-Art: historisch, ca 1810-1825
Material: mittelschwerer Buckram (Steifleinen), Strohband, Blumen aus Samt
Authentizität: Schnitt und Material authentisch, genäht aber mit der Maschine
Projektlaufzeit: 06.02.2017-10.02.2017
Schnitt: Lynn McMasters - Regency Bonnet Pattern
Es lief nebenbei: diverse Netflix Serien wie z.B. Black Point 


Donnerstag, 31. August 2017

Fulda 2017

Ja, das Jahr schreitet in schnellen Schritten vorran. Trotz Angst vor dem Wetter (und es war verdammt nass), hat es mich doch wieder nach Fulda verschlagen. Diesmal haben mich die lieben Wäscherinnen aufgenommen. Es war trotz anfänglich wirklich garstigem Wetter ein tolles Event.
Hier sind noch ein paar Eindrücke:

Kürbis für Kürbissuppe, sehr praktisch so ein Beil
Gespräch mit den Walfängern
Marillenknödel kurz vor der Zubereitung
Indianer gab es auch
Abends bei den Herrschaften
Frühstück mit den Wäscherinnen
Die Briten
und Jäger (glaube ich)
Hier berühige ich gerade Elroy, der sich vorm Lärm ängstigt
Ich verspreche ich werde wieder fleissiger. Viel habe ich in letzter Zeit nicht genäht, darum gab es so wenig Neues von mir. Aber neue Projekte ist bereits in Planung und vor Fulda ist auch eine neue Dormeuse entstanden. Die werde ich demnächst mal zeigen.

Sonntag, 14. Mai 2017

Jane Austen Ball Ansbach 2017

Um diesen Blog war es wirklich recht ruhig in den letzten Monaten, aber ich war nicht faul. Einige neue Regency Kleidungsstücke sind entstanden, aber dazu wird es noch einzelne Blog-Einträge geben.
  • neuer Spencer in schwarz
  • zwei neue Unterkleider (für meine Schwester und mich)
  • ein neues Tageskleid, komplett handgenäht (hab ich allerdings gar nicht angehabt an dem Wochenende)
  • ein neues Ballkleid, komplett handgenäht
  • diverse Korrekturen an meiner vorhandenen Garderobe

Ich war 2015 schon einmal zum Jane Austen Ball, allerdings in Erlangen. Die Orangerie in Ansbach ist allerdings eine viel schönere und passendere Location. Es ist kein Reenactment-Ball, das muss man wissen. Hier geht es vorrangig um Tanzen und Spaß haben, nicht um die Authentizität der Kleidung. Spaß hatte ich auf jeden Fall, vor allem durch Schwesternbeistand und meine Mädels. Meine Füße waren nach dem Ball platt. Hier sind ein paar Eindrücke von dem Ball-Abend und dem Abend davor! Vom Casino-Abend selbst gibt es keine Fotos.

Nach dem Casino-Abend

Nach dem Casino-Abend

Im Schloßpark Ansbach vor der Orangerie

am Brunnen im Schloßpark Ansbach

Ball-Abend

Es wurde viel getanzt

später am Abend und schon etwas müde