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Donnerstag, 31. August 2017

Fulda 2017

Ja, das Jahr schreitet in schnellen Schritten vorran. Trotz Angst vor dem Wetter (und es war verdammt nass), hat es mich doch wieder nach Fulda verschlagen. Diesmal haben mich die lieben Wäscherinnen aufgenommen. Es war trotz anfänglich wirklich garstigem Wetter ein tolles Event.
Hier sind noch ein paar Eindrücke:

Kürbis für Kürbissuppe, sehr praktisch so ein Beil
Gespräch mit den Walfängern
Marillenknödel kurz vor der Zubereitung
Indianer gab es auch
Abends bei den Herrschaften
Frühstück mit den Wäscherinnen
Die Briten
und Jäger (glaube ich)
Hier beruhige ich gerade Elroy, der sich vorm Lärm ängstigt
Ich verspreche ich werde wieder fleissiger. Viel habe ich in letzter Zeit nicht genäht, darum gab es so wenig Neues von mir. Aber neue Projekte ist bereits in Planung und vor Fulda ist auch eine neue Dormeuse entstanden. Die werde ich demnächst mal zeigen.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Rokoko Schnürbrust mit Peddigror

Bald zwei Jahre lagen die angefangenen Teile in irgendeiner Ecke (siehe Post von 2014). Leider habe ich beim Anfertigen nicht bedacht, wie viel Weite durch das Verwenden von Peddigrohr verloren geht. Somit passt die Schnürbrust gerade mal einer sehr kleinen und zierlichen Person aber auf keinen Fall mir. Dabei hatte ich mich so gefreut, weil die Schnürbrust echt schön geworden ist, meine Beste bis jetzt. Allerdings habe ich die Tunnel mit der Nähmaschine und nicht von Hand genäht.

In meinem Freundekreis gibt es aber anscheinend eine Person, für welche diese Schnürbrust wie geschaffen ist. Damit hat die Schnürbrust jetzt eine glückliche, neue Besitzerin und in Fulda wurde sie gleich probegetragen. Habe mir sagen lassen, dass das Peddigrohr wirklich bequem ist.
Nun muss ich mich nur mal wieder motivieren den nächsten Versuch  zu wagen, für mich eine neue Schnürbrust zu machen.




Schnürbrust im Fuldaer Reisegepäck

Getragene Schnürbrust Vorderansicht

Schnürung hinten



Dienstag, 23. August 2016

Market Wallet - Ein Beutel für den Markt (18tes Jahrhundert)

Neben allerlei Korbwaren wurde im 18. Jahrhundert Waren auch in Beuteln oder Taschen aufbewart und getragen. Dabei bin ich auf die Darstellung eines speziellen Doppel-Sacks gestoßen.


Dieser Sack wird aus eine Stück gefertigt und hat in der Mitte eine Öffnung. Die Größe des Zuschnitts, und daran habe ich mich auch gehalten, entspricht 24" Breite und ca 36" Länge. Die Öffnung wird durch Drehen geschlossen und der Sack über die Schulter gehängt. Ich habe antikes handgewebtes Leinen verwendet. Der Sack ist sehr einfach mit Handstichen zu nähen. Das ist natürlich kein Accessoire sondern ein Praktischer Alltagsgegenstand und für mich gut zu gebrauchen wenn ich als einfache Dienstmagd unterwegs bin.

Market wallet
Die Öffnung mit den Handnähten
so wird der Sack getragen
über der Schulter
Projekt: einfacher Tragesack für den Markt
Projekt-Art: historisch, 18. Jahrhundert
Material: handgewebtes Bauernleinen
Authentizität: Material, Schnitt und Technik authentisch, komplett handgenäht
Projektlaufzeit: 08.08.2016
Schnitt: https://de.pinterest.com/pin/321725967113981390/
Es lief nebenbei: Doctor Who - Letzte Folge Staffel 9 - Besuch bei River Song *schnief, schon vorbei*

Dienstag, 9. August 2016

Jacke 18.Jahrhundert - weiße Baumwolle mit schwarzem Rankenmuster

Noch eine Caraco, davon kann man ja nie genug haben, meine ich. Der Stoff ist von einem bekannten schwedischen Möbelhaus. Leider gibt es das Muster schon ein paar Jahre nicht mehr. Eine sehr gute Seite zu Stoffmustern im 18.Jahrhundert (inklusive Positiv-und Negativ-Beispiele) findet ihr bei Marquise. Mein gewähltes Stoffmuster wird dort als Positiv-Beispiel erwähnt, anscheinend hat das große Schwedische Möbelhaus eine historische Vorlage verwendet. Noch ca. zwei Meter von diesem Stoff lag seit Jahren im Schrank vergraben. Wusste eigentlich nie was ich daraus machen sollte, manche Idee brauchen einfach Zeit zum reifen. Hier ist das Ergebnis:

Caraco

Caraco Schnürung

Caraco Rückansicht

Caraco Seitenansicht

Projekt: Jäckchen (Caraco)
Projekt-Art: historisch, 18. Jahrhundert
Material: weiße Baumwolle mit Rankenmuster (Innenfutter Leinen)
Authentizität: Schnittmuster, Material und Technik authentisch, komplett handgenäht
Projektlaufzeit: 01.08.-04.08.2016
Schnitt: 18th century jackes - J.P. Ryan View D
Es lief nebenbei: Dr. Who - 9. Staffel (fast zu Ende :( )

Sonntag, 7. August 2016

Schürzen, wir brauchen mehr Schürzen

Schürzen hatten im 18. Jahrhunder zwei Funktionen. Zum einen Schützen sie natürlich die Kleidung vor Verschmutzung, zum Anderen sind sie ein dekoratives Asseccoir. Je nach gesellschaftlichem Stand variierten die Materialien und Stoffmuster, von Leinen bis feiner Baumwolle oder gar Seide gab es Alles. Auch reicht bestickte Schürzen gab es, diese konnte sich dann aber nur die wohlhabendenden Damen leisten. Manche Schürzen haben vorn einen Latz, dieser wurde aber nicht wie hinterm Nacken festgebunden, sondern wurden direkt am Oberteil mit Nadeln befestigt.
Hier einige Beispiele:
Weitere Beispiele findet ihr auf meiner Pinwand von pinterest "18th century aprons".

Ich habe ja bereits eine weiße Leinenschürze für die einfache Frau genäht. Den Latz hab ich allerdings nochmal geändert, irgendwie gefiel mir der Schnitt der Schürze aus "Cosume close-up" nicht so gut.
weiße Schürze von vorn

Schürze Detail
Nun wollte ich auch unbedingt noch eine gemusterte Schürze. Bei meinen Ausflügen auf pinterest fand ich einige Beispiele auf Gemälden für die einfache Bevölkerung im 18. Jahrhunder. Mir sind die karrierten Schürzen ins Auge gefallen, die finde ich wirklich schick.

Hier noch Stoffbeispiele für karierte Stoffe:
Beispiel aus "Textile Sample Book" von 1771 metmuseum
Auf ebay hab ich altes handgewebtes Leinen ersteigert (rot-weißes Karomuster). Eigentlich war das alte Bettwäsche. Im nachhinein muss ich sagen, hätte ich das Karomuster gern etwas größer hätte, find ich noch hübscher. Aber hier ist erstmal die neue Schürze:

karierte Schürze von vorn

Details

Schürze hinten gebunden

Projekt: Schürze für einfach Frauen und Mädchen
Projekt-Art: historisch, 18. Jahrhundert
Material: handgewebtes Bauernleinen (rot-weißes Karomuster)
Authentizität: Material, Schnitt und Technik authentisch, komplett handgenäht
Projektlaufzeit: 22.07.-24.07.2016
Schnitt: Angelehnt an den Apron-Schnitt aus "Costume close-up"
Es lief nebenbei: Area - Die Rückkehr der Götter - Markus Heitz

Donnerstag, 4. August 2016

Caraco aus Leinen für das 18. Jahrhundert

Ich hatte ja schon seit fast einem Jahr noch rostbraunes Leinen im Schrank. Ich glaube beim Erwerb habe ich durchaus mit dem Gedanken an ein Jäckchen für das 18. Jahrhunder gespielt. Etwas ins Grübeln bin ich gekommen, als ich auf eine Online-Diskussion über mögliche Farben im 18. Jahrhunder gestoßen bin wo es hieß, dass es ein rötliches Braun eigentlich nicht wirklich gab. Nach anfänglicher Panik habe ich aber einige Gemälde gefunden.





Ich glaube nicht dass diese Farbe so unüblich war, immerhin habe ich ja einige Beispiele auf Gemälden gefunden. Es gab damals schon die Möglichkeit diese Farbe herzustellen, warum sollte man sie also nicht nutzen. Das Jäckchen ist komplett handgenäht. Die Schnittteile sind mit Rückstich auf dem Oberstoff zusammengenäht. Die Säume sind, wie zu der Zeit üblich, mit einem speziellen Überwendlingstich genäht, der aber auf der Seite des Oberstoffe sichtbar ist. Diderot nennt diese Stich "le point à rabattre sous la main". Meine Quelle zu den Sticharten, und überhaupt das Standardwerk für die Herrstellung von Kleidung im 18. Jahrhunder, ist "Costume Close-up". Aber jetzt erstmal die Bilder vom Jäckchen aus der Dachkammer des Chaos!
Caraco aus Leinen

Caraco vorn

Caraco Seitenansicht

Caraco Rückansicht
Detail Seitennaht
Projekt: Jäckchen (Caraco)
Projekt-Art: historisch, 18. Jahrhundert
Material: rostbraunes Leinen
Authentizität: Schnittmuster, Material und Technik authentisch, komplett handgenäht
Projektlaufzeit: 22.07.-04.08.2016
Schnitt: 18th century jackes - J.P. Ryan View A
Es lief nebenbei: Dr. Who Staffel 9 (hui, super, auch wenn ich Doctor 10 immer noch am meisten mag)

Unterrock und Rock für das 18. Jahrhundert - einfache Bevölkerung

Leinen und Baumwolle sind die aktuellen Materialien die ich zur Zeit verwende. Ich bin tief im 18.Jahrhundert vergraben und bastle stetig an neuen Kleidungsstücken für das einfache "Lieschen Müller". Handnähen geht ganz gut auf der Couch und aktuell bin ich motiviert (zumindest zum Nähen). Die beiden Röcke hab ich bereits letzte Woche fertig gestellt, kam nur noch nicht dazu  Bilder zu zeigen.
Nebenbei war ich damit beschäftigt mein Korsett enger zu machen und zusätzlich auch vorn Ösen für eine Schnürung einzufügen, man sieht das auf dem zweiten Bild.

Unterrock aus Baumwolle

Projekt:  Unterrock 18. Jahrhunder
Material: weiße Baumwolle
Projekt-Art: historisch, 18. Jahrhundert
Authentizität: Schnittmuster, Material authentisch, Seitennähte mit der Maschine
Projektlaufzeit: 22.07.-28.07.2016
Schnitt: Keiner, ist ja nicht schwer
Es lief nebenbei: Area - Die Rückkehr der Götter - Markus Heitz (cool)

Rock aus Leinen
Projekt:  Rock18. Jahrhunder
Material: braunes (schlammfarbenes) Leinen 

Projekt-Art: historisch, 18. Jahrhundert
Authentizität: Schnittmuster, Material und Technik authentisch, komplett handgenäht
Projektlaufzeit: 22.07.-28.07.2016
Schnitt: marquise.de
Es lief nebenbei: Area - Die Rückkehr der Götter - Markus Heitz

Sonntag, 24. Juli 2016

Einfache Haube für das 18. Jahrhundert

Meine neue Haube ist fertig, komplett handgenäht und aus Leinen, also etwas gröberer Stoff als ich sonst verwende. Diese Art von Hauben trugen Frauen aus dem einfachen Volk.

Hier sind einige Beispiele auf Gemälden:
Quelle pinterest
Quelle pinterest
etwas kürzer vorn, Quelle pinterest
konnte auch hochgebunden getragen werden, siehe pinterest
Quelle pinterest
Das Leinen ist doch ziemlich steiff und legt sich nicht so gut um den Kopf. Weiß auch nicht ob ich so glücklich mit Schnitt und Stoffwahl bin, aber seht selbst.
Haube mit eingeschlagener Kante

Haube

Haube

Haube mit normaler Kante
Projekt:  Haube 18. Jahrhundert
Material: weißes Leinen
Projekt-Art: historisch, 18. Jahrhundert
Authentizität: Schnittmuster, Material und Technik authentisch
Projektlaufzeit: 01.08.-09.08.2015
Schnitt: NFF 18101 Mid-18th Century Caps and Coifs -Cornette
Es lief nebenbei: Penny Dreadful, zweite Staffel

Sonntag, 11. Oktober 2015

Bückeburg Barocktage - Rückblick

Auf youtube gibt es zwei schöne Videos mit Tänzen die Samstag Abend in Bückeburg getanzt wurden. Auch ich bin dabei. Hat großen Spaß gemacht.



Mittwoch, 30. September 2015

Barocktage Bückeburg 2015

Ich war jetzt nicht total produktiv die letzten Monate. Allerdings war ich am Wochenende, genau wie 2014, bei den Barocktagen in Bückeburg, wo ich zumindest eins meiner neuen Häubchen aufsetzen konnte und mal wieder als Köchin in der Küche stand.
Vom Samstag in Bückeburg hatten wir nicht so viel als Küchenpersonal. Mittags Schau-Essen mit historischer Speisefolge gekocht nach historischen Rezepten. Ich hab am Herd gestanden, gespült und aufgetragen. Insgesamt ging dieser Tag von früh halb 10 bis Abends 21 Uhr, und danach, könnt ihr Euch vorstellen, war ich einfach nur platt und die Stimmung in der Küche ließ auch zu wünschen übrig. Team blau hat wieder alles gegeben. Leider gibt es keine Bilder von den Speisen denn ich hatte überhaupt keine Zeit Bilder zu machen. Dafür habe ich mit wunden Füßen nach 21 Uhr noch das Tanzbein geschwungen, das musste einfach sein.

Sonntag hatte ich dann doch Zeit und Muße zu fotografieren (ich hätte auch überhaupt nichts mehr arbeiten können). Ein paar ausgewählte Bilder zeig ich Euch hiermit:

Die Herzallerliebste
Unsere Fleißigste
Unsere Orga, Kopf unseres Kleeblatts
Anfertigung eines Scherenschnittes
In guter Gesellschaft
Fachsimpeln
*kicher*
Die Damen machen dem Kardinal ihre Aufwartung
Der Kardinal hat Geburtstag
Er trägt schwer an seinem Amt
;)
Wer wird denn da? :)
Millitär
Modenschau vor Publikum